Fehler der Medien (für Interviews/Reportagen)

Falsch Richtig
Geschlechtsumwandlung Geschlechtsangleichung
Verwandlung Angleichung
Verwenden falsche Pronomen Nur die Pronomen verwenden, die die betreffende Person verwendet/wünscht
ein Transgender (existiert nicht als Hauptwort) Trans* oder transgender ist eine Eigenschaft und beschreibt einen Menschen näher
Zum Mann/ zur Frau operiert Man ist auch ohne OPs bereits Mann/Frau
„Im falschen Körper geboren“ Der Körper ist nicht “falsch” bloß weil er Merkmale aufweist, die einem anderen Geschlecht zugeordnet werden. Es kann sein, dass eine Person ihren Körper oder bestimmte Körpermerkmale als “falsch” wahrnimmt. Das trifft jedoch nicht auf alle trans* Personen zu, daher sollte diese Formulierung nicht verwendet werden, um über das Empfinden von trans* Personen zu sprechen/schreiben.
„war früher einmal ein Mädchen“ Falsch weil: die Identität sich nicht ändern. Ein Transmann war immer ein Mann. Nur wurde er oft nicht als Mann von den anderen erkannt.
Will ein Mann sein/ Wunsch ein Mann zu sein Falsch weil: Transmänner sind Männer, genauso wie Cismänner Männer sind.
Fragen nach dem „echten“/früheren Namen Oft werden mit dem früheren Namen sehr schlechte Erinnerungen und Probleme verbunden, weshalb der Name als sehr negativ empfunden wird. Des weiteren hat der Name nie richtig zu einem gehört, da die falsch-angenommene Identität betont wird.

Der „echte“ Name ist der Name, der zu der gefühlten Identität passt (männlicher Name bei Transmännern und weiblicher Name bei Transfrauen)

Alter Name bei der Vorstellung der Person verwendet

zB: Marie heißt jetzt Lukas

Problem dabei: der erste Name bleibt im Gedächtnis und es erweckt den Anschein, dass Marie ein Mann sein möchte (Stimmt nicht, da Lukas immer schon Mann war)

Immer den selbstgewählten Namen verwenden. Nur bei Notwendigkeit den alten Namen verwenden (Man fragt auch keine Verheirateten bei Interviews „und wie war der Mädchenname?“)

 

 

No Go’s

Transsexualität (Kurz: TS)

Transsexuell

Wird oft mit „sexueller Orientierung“ gleichgesetzt (Trans*personen können, wie auch Cis*personen, jede sexuelle Orientierung haben) und reduziert rein auf eine sexuelle Ebene.

Des Weiteren wird die Bezeichnung im ICD 10 für die dortige Diagnose als Persönlichkeitsstörung verwendet und wird deshalb als stark abwertend empfunden.

In Deutschland wird der Begriff noch häufiger verwendet für Personen, die operative Eingriffe zur Geschlechtsangleichung machen lassen.

(Geschlechts-)umwandlung Sehr veraltetes Wort, welches sich nach Zauberei anhört. Man kann den vorhandenen Körper nicht umwandeln, sondern nur an das gefühlte Geschlecht angleichen
Transe, Tranny Schimpfwörter

Gleichzusetzen mit Schwuchtel, Woarmer,…

„Im falschen Körper geboren“ Besser: mit falschen Körperteilen oder mit falsch ausgebildeten Geschlechtsmerkmalen geboren

(der Körper ist zu 95-98% neutral und nur ein geringer Anteil an Körperteilung unterscheidet in „männlich“ und „weiblich“. Um diesen geringen Anteil geht es bei der Geschlechtsangleichung.)

„war früher einmal ein Mädchen“ Falsch weil: die Identität sich nicht ändern. Ein Transmann war immer ein Mann. Nur wurde er oft nicht als Mann von den anderen erkannt.
Will ein Mann sein/ Wunsch ein Mann zu sein Falsch weil: Transmänner sind Männer, genauso wie Cismänner Männer sind.
Fragen nach dem „echten“/früheren Namen Oft werden mit dem früheren Namen sehr schlechte Erinnerungen und Probleme verbunden, weshalb der Name als sehr negativ empfunden wird. Des weiteren hat der Name nie richtig zu einem gehört, da die falsch-angenommene Identität betont wird.

Der „echte“ Name ist der Name, der zu der gefühlten Identität passt (männlicher Name bei Transmännern und weiblicher Name bei Transfrauen)

„Was hast du zwischen den Beinen?“ oder „Bist du schon komplett operiert?“ Das ist weit unter die Gürtellinie und hat keinen zu interessieren. Das geht nur en Trans*menschen und seinen_ihren Partner_in an.

Hingegen kann man sehr wohl fragen:

„Welche OPs sind möglich?“

„Wie kann ich mir die einzelnen OPs vorstellen?

„Wie funktioniert ein Penoid?“

Hier geht es um rein technische Fragen, die die Trans* Person nicht unbedingt selbst betreffen muss.